Sonntag, 21. April 2019

-von mutter und mensch-



Findet ihr es liegt nahe
Dass der Mensch auf dem Planeten steht
Auf dem er sein Leben in vollen Zügen lebt
Dabei nicht merkt, wie die Erde bebt
Wie sich jeder Eisberg auflöst
Und ihre Bewohner in Wasser zurücklässt
Wie wir unsere eigene Heimat zerstören
Nur um das letzte bisschen Kohle abzubauen
Und einen weiteren goldenen Baustein
In das Legohaus eines gierigen Konzerns zu hauen
Findet ihr es gerechtfertigt, dass wir Tierwesen unter uns stellen
Obwohl wir früher alle Fische waren
Und aus Mikroorganismen entstanden
Damals als es noch kein Schwarz und weiß gab
Wo Niemand gegen freie Liebe war
Denn wir waren Alle gleich
Aber was unterscheidet uns von Lebewesen
Die wir als unzivilisiert betiteln
Die wir töten um sie zu essen
Und ihr Fell um den Hals zu tragen
Oder ihre Köpfe zur Zierde an unsere Wände hängen
Ist das diese Dominanz von der Alle reden
Den Stolz den manche pflegen
Die Ignoranz die jeder runterredet
Oder nur die Dummheit
Die sich wie ein Waldbrand ausbreitet

Aber natürlich
Der Mensch hat der Natur eines voraus
Denkt mal an die ganzen neuen Dinge
Die aus ihm rauskamen
Die Natur erschuf die Welt
Wie sie ihr gefällt
Der Mensch kommt und malt eine Linie in den Sand
Errichtet Mauern, wo einmal Nichts war
Verziert sie mit Stacheldraht
Die Natur schafft Völker, alle sind Lebewesen
Doch der Mensch erfindet Waffengewalt
Und schießt auf jeden
Der sich nicht anpassen will
Sobald er vor der Mauer steht
Egal ob er flüchtet oder kommt um zu bleiben
Denn der Mensch möchte Gewalt vermeiden
Und will nicht das jemand in seine Kultur eingreift
Ihr wisst schon
Die wo man Morgens um Zehn zur Flasche greift
Einmal im Jahr in ein fremdes Land einreist
Und sich beschwert, dass Niemand die Sprache spricht
Die man mit sich schleift

Die Natur erschuf die Meere und die Ozeane
Setzte Lebewesen hinein und schaffte eine neue Welt
Der Mensch kommt und baut Schiffe
Doch nicht nur um die Welt zu bereisen
Sondern auch um ein weiteres Zeichen auf die Tafel des Lebens zu zeichnen
Er fängt jeden Fisch
Schneidet ihn auf
Stellt ihn in ein Museum
Und jeder staunt
Wie schön sie doch ist
Diese Natur
Dann zerknüllt er die Zeitung
Und wirft sie ins Meer
Denn so ist er nun mal
Der Kreislauf des Lebens
Wir machen Probleme
Und die Anderen müssen damit leben

Also
Findet ihr es liegt nahe
Den Menschen mit der Natur zu vergleichen
Wo der Mensch erst aus der Mutter entstand
Und sie nun behandelt als wäre sie irgendein Pfand
Den man irgendwann abgeben kann
Um dann zum nächsten Planeten weiterzufahren
Doch irgendwann merken wir sicher
Dass als das Beben
Die Stürme
Der ätzende Regen
Und das letzte Regen
Dieses kranken Planeten
Auch unseres sein wird
Doch dann ist es zu spät
Denn dann ist die Lebenszeit der Menschheit
Endlich verwirkt